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Anne Schaefer | Vorständin

Anne | Vorständin Vertrieb

„Motiviert hat mich von Anfang an das vertrauensvolle Miteinander.“

Wie war dein Weg in die Rolle als Vorständin der PSD Bank Rhein-Ruhr?

Vor knapp zehn Jahren bin ich bei der PSD Bank Rhein-Ruhr gestartet. Motiviert hat mich von Anfang an das vertrauensvolle Miteinander: Ich konnte meinen Bereich eigenständig weiterentwickeln, und Stephan – mein heutiger Vorstandskollege und damaliger Chef – hat mich in meiner Rolle bestärkt. Damit war natürlich auch viel Verantwortung verbunden, die ich aber nie als Belastung, sondern immer als Antrieb empfunden habe, mit meinem Beitrag zum Erfolg der Bank beizutragen. Für die Vorstandsposition habe ich zusätzlich eine fachliche Qualifizierung benötigt; geprägt hat mich dabei insbesondere ein Gespräch mit Peter Rommerskirchen, unserem Aufsichtsratsvorsitzenden, der mich anhand eines Beispiels aus seinem familiären Umfeld darin bestärkt hat, diesen Weg zu gehen. Dieser sehr persönliche Austausch steht für das, was für mich neben allen fachlichen Aspekten den Unterschied unseres Hauses gegenüber anderen Arbeitgebern ausmacht: die persönliche Komponente und das vertrauensvolle Miteinander – und ich bin stolz, diesen Aspekt heute selbst aktiv mitzugestalten.

Was bedeutet es dir persönlich, als Frau eine Vorstandsrolle in einer Bank zu übernehmen?

Für mich persönlich hat es im Berufsalltag eigentlich nie einen Unterschied gemacht, ob ich als Frau oder als Mann wahrgenommen werde: Ich habe immer mein Bestes gegeben, Freude an meiner Arbeit gehabt oder Dinge verändert, wenn sie für mich nicht gepasst haben. Dadurch hatte ich stets ein gutes Umfeld, in dem ich mich entwickeln konnte. Eine Geschichte erzähle ich in diesem Zusammenhang aber gerne: Meine Mutter ist Anfang der 1970er-Jahre ins Berufsleben eingestiegen und hat bei der örtlichen Genossenschaftsbank gearbeitet, doch eine Ausbildung zur Bankkauffrau war damals nicht möglich – dieses Privileg war ausschließlich Männern vorbehalten. Rund 50 Jahre später ist ihre Tochter Vorständin einer Genossenschaftsbank, und das macht mich stolz und zeigt zugleich, dass es trotz aller Normalität noch etwas Besonderes ist.

Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Führung und Privatleben zusammenpassen?

Grundvoraussetzungen sind für mich ein gutes Betreuungsangebot für Kinder und pflegebedürftige Angehörige. Dabei sollten wir immer weniger zwischen Frauen und Männern unterscheiden: Wenn Carearbeit gleichberechtigt aufgeteilt wird und Arbeitgeber flexibel mit Anwesenheitspflichten, Arbeitszeiten und Teilzeit umgehen, ist schon vieles möglich. Heute liegt die Betreuung der Kinder häufig noch primär bei den Frauen, deshalb hoffe ich, dass wir als Arbeitgeber die nötige Flexibilität anbieten können. Gleichzeitig bleibt das eine Herausforderung, weil die Anforderungen und die Veränderungsgeschwindigkeit nicht abnehmen und die Flexibilisierung dadurch auch an Grenzen kommt. Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass es immer Wege gibt, passende Rahmenbedingungen zu schaffen – man muss nur wollen!

Was würdest du Frauen mitgeben, die über eine Führungsrolle nachdenken, aber zögern?

Warum zögern? Führung macht riesigen Spaß. Für die Kolleginnen und Kollegen da zu sein, sie zu stärken und zu fördern, ist eine vielfältige Aufgabe, die einem viel zurückgibt. Ich erlebe, dass Frauen Führungsaufgaben häufig besonders stark über die Beziehungsebene gestalten; das kann fordernd sein, weil man emotional vielleicht näher an den Themen ist, aber es kommt auch sehr viel zurück. Mein Rat ist deshalb: Nicht zu lange darüber nachdenken, sondern es einfach machen – Intuition und Freude an Führung helfen dabei sicher.

Was macht die PSD als Arbeitgeber für Frauen in Führung besonders?

Wir sind ein Haus, das auf Teamplayer setzt. Unsere Führungskräfte führen auf Augenhöhe, schauen auf die Stärken unserer Mitarbeitenden und achten darauf, dass es unserer Gemeinschaft gut geht. Dabei fördern wir, dass jede und jeder das Beste geben kann – und genau in dieser Kultur können Frauen ihre Stärken in Führungspositionen besonders gut einbringen. Außerdem versuchen wir, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich Familie und Beruf vereinbaren lassen – übrigens genauso für unsere männlichen Führungskräfte. 😉 Was heute noch nicht möglich ist, wollen wir gemeinsam möglich machen; dafür haben wir bereits vor einigen Jahren unser Projekt „Frauen in Führung“ etabliert und entwickeln daraus regelmäßig neue Ideen.

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