Keine Gebühren mehr an Geldautomaten
01.07.2010
- Keine Gebühren mehr an Geldautomaten
Neu ist, dass auch die viel diskutierten internen Verrechnungsgebühren für diese Transaktionen komplett entfallen. „Für unsere Kunden bringt das eine erhebliche Gebührenentlastung. Darüber hinaus erweitern wir den Geldautomatenservice“, begründet August-Wilhelm Albert, Vertriebsvorstand der PSD Bank Rhein-Ruhr, die Kooperation.
Erfolgreiche Zusammenarbeit der Genossenschaftsbanken
Die Vereinbarung der drei großen genossenschaftlichen Regionalbanken umfasst nun mehr als 40 gebührenfreie Bankautomaten in Düsseldorf, Ratingen und dem Rhein-Kreis Neuss. „Zum Vorteil unserer Mitglieder und Kunden arbeiten wir eng zusammen. Und wir erhoffen uns weitere Kooperationen mit den Genossenschaftsbanken der Region, um Kunden künftig noch bessere Services bieten zu können“, sagt Rainer Mellis, Vorstand der Volksbank Düsseldorf Neuss, und erläutert: „Unsere Institute haben ein gemeinsames Leistungs- und Serviceverständnis, das sich aufgrund sicherer und exzellenter Finanzprodukte und fairer Gebührenmodelle sowohl ergänzt, als auch sehr deutlich im Wettbewerb abhebt.“
Die Geldausgabestellen, die nun für die über 800.000 Kunden der drei genossenschaftlichen Partnerinstitute kostenfrei sind, werden durch einen gut sichtbaren Aufkleber gekennzeichnet und signalisieren damit klar: Geld abheben, das kostet hier nichts. „Dieses Verfahren entspricht unserer Geschäftsphilosophie, attraktive Finanzangebote und Services bereitzustellen und macht die Stärken der genossenschaftlichen Solidargemeinschaft deutlich“, sagt Manfred Stevermann, Vorstand für Markt und Vertrieb der Sparda-Bank West.
„Wir fordern einen Stopp der Preisspirale“
Die bislang gängige Gebührenpraxis bei der Bargeldabhebung kritisiert Stevermann auch grundsätzlich: „Kunden werden immer mehr zur Kasse gebeten. Zudem wissen sie in der Regel nicht, was das Abheben an einem Geldautomaten kostet, der nicht zum jeweiligen Bankenverbund gehört“, bemängelt der Vorstand der Sparda-Bank West. Allein im zweiten Halbjahr 2009 sind die Gebühren nach Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) um 13 Prozent gestiegen. „Wir fordern daher ein Stopp der Preisspirale bei Abhebungen sowie klare Hinweise an Geldautomaten, was jeweils in Rechnung gestellt wird“, sagen die Vorstände der drei Genossenschaftsbanken. Nachdem die Entgelte angezeigt würden, müssten Kunden zudem die Möglichkeit haben, den Vorgang auch wieder abzubrechen.
Mit dem ab dem 1. Juli 2010 gültigen Kooperationsmodell zwischen der Sparda-Bank West, der Volksbank Düsseldorf Neuss und der PSD Bank Rhein Ruhr senden die Institute nun ein konkretes Signal an Mitglieder und Kunden sowie die Bankenbranche, dass diese Partner im Sinne ihrer Kunden und der allgemeinen Verbraucheranforderungen andere Wege bei Geldautomaten-Gebühren gehen.
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